Die Kooperation zwischen den Turnverbänden Rheinland-Pfalz und der LZG will ältere Menschen in Bewegung bringen.
Wer heute mit 65 Jahren seinen Ruhestand antritt, dem stehen noch rund zwei Jahrzehnte an Lebenszeit bevor – Zeit, die jeder möglichst gesund, aktiv und in guter Lebensqualität verbringen möchte. Die Erfahrung zeigt, dass regelmäßige körperliche Aktivität dazu einen wertvollen Beitrag leisten kann. Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit und Mobilität werden länger erhalten, wenn Bewegung im Alltag älterer Menschen eine selbstverständliche Rolle spielt.
Die rheinland-pfälzischen Turnverbände (TV-RLP) und die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) stellen sich gemeinsam der Verantwortung, die eine älter werdende Gesellschaft in Bezug auf Bewegungsförderung mit sich bringt. Die LZG wird in Zukunft als Kooperationspartnerin eine dreijährige Kampagne der rheinland-pfälzischen Turnverbände unterstützen, die unter dem Motto „Aktiv älter werden“ eine Reihe von Maßnahmen und Aktionen vorsieht. Ziel der Kampagne ist es, insbesondere bislang sportlich inaktive Menschen über 65 Jahre am Wohnort in Bewegung zu bringen und ihnen niedrigschwellige Angebote zu körperlicher Betätigung im Verein zu machen.











Die demographische Entwicklung wird die gesellschaftlichen Strukturen verändern – und selbstverständlich auch die Vereinswelt. Die Veränderungen haben bereits begonnen und sie werden sich weiter fortsetzen. In Rheinland-Pfalz wird es einen deutlichen Rückgang an Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen (bis 50 Jahren) geben. Im Schnitt werden beispielsweise in Rheinhessen bis zum Jahr 2050 etwa ein Drittel weniger Kinder, Jugendliche und Erwachsene im mittleren Lebensalter leben. Gleichzeitig steigt die Anzahl der Menschen über 65 Jahren deutlich an. Insbesondere steigt die Anzahl hochaltriger Menschen über 80 Jahren – um 162 % bis zum Jahr 2050.
Die demographischen Veränderungen werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten dazu führen, dass Turn- und Sportvereine im Durchschnitt ein Drittel der bisherigen Kinder und Jugendlichen und ein Drittel seiner erwachsenen Mitglieder verlieren. Der Anteil der älteren Mitglieder in den Vereinen wird deutlich ansteigen. Um den demographisch bedingten Mitgliederverlust bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen etwas abzumildern, bietet sich eine Zielgruppe besonders an – die älteren Menschen, und zwar vor allem die bisherigen Nicht-Beweger. Wie können sich Vereine auf die Veränderungen der Bevölkerungsstruktur einstellen? Welche Maßnahmen und Aktivitäten sind erfolgsversprechend, um ältere Neueinsteiger für den Verein zu akquirieren und wie könnte man solche Veränderungen angehen? Die folgenden Botschaften sollen Ansatzpunkte für eine seniorenfreundliche Ausrichtung des Vereinsprofils liefern:
